Dresden

Ines Braunsdorf und Irina Preuß im Gespräch mit Moderator Victor Labra Holzapfel im Studio von SIK e.V. in Dresden

Was hält uns zusammen? Ein Gespräch über Migration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Zusammenhalt entsteht nicht, weil alle Menschen gleich denken. Er entsteht dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und gemeinsame Wege zu suchen.

In dieser Interkulturellen Radiobegegnung von SIK e.V. treffen Ines Braunsdorf und Irina Preuß aufeinander. Zwei Frauen mit unterschiedlichen Biografien. Zwei persönliche Perspektiven auf Migration, Integration und das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland.

Ines ist in Thüringen geboren und in Brandenburg aufgewachsen. Sie hat die DDR, die gesellschaftlichen Veränderungen nach der Wende und viele Jahre beruflicher Tätigkeit als Architektin erlebt.

Irina wurde in Russland geboren und kam 2012 nach Deutschland. Sie musste die deutsche Sprache neu für sich erschließen, berufliche Wege finden und ihre eigene Position zwischen verschiedenen kulturellen Erfahrungen entwickeln.

Im Gespräch sprechen beide nicht stellvertretend für gesellschaftliche Gruppen. Sie erzählen aus ihrer persönlichen Erfahrung. Gerade dadurch entsteht ein offener Dialog über Fragen, die viele Menschen beschäftigen:

Was hält eine Gesellschaft zusammen? Wie verändert Migration die eigene Identität? Wo entstehen Begegnungen? Und was geschieht, wenn Menschen nicht mehr miteinander sprechen?

Die vollständige Radiobegegnung anhören

Ines Braunsdorf und Irina Preuß sprechen offen über persönliche Erfahrungen, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Spannungen. Die vollständige Sendung verbindet das Gespräch mit Musik, biografischen Erinnerungen und unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Zusammenleben in Sachsen.


Zwei Biografien, zwei Perspektiven

Die beiden Gesprächspartnerinnen bringen unterschiedliche Lebenserfahrungen mit.

Ines blickt auf ihre Kindheit und Jugend in der DDR, den gesellschaftlichen Umbruch nach 1989 und ihre Erfahrungen im beruflichen und privaten Alltag zurück. Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern erlebt sie als Bereicherung. Gleichzeitig spricht sie auch über Unsicherheiten, fehlende Berührungspunkte und gesellschaftliche Herausforderungen.

Irina beschreibt ihren Weg nach Deutschland. Sie erzählt vom Spracherwerb, von ihrer beruflichen Neuorientierung und von ihrer Arbeit in sozialen Projekten. Dabei wird deutlich: Migration verändert nicht nur den Wohnort. Sie kann auch das Verhältnis zur eigenen Herkunft, zur neuen Umgebung und zur eigenen Identität verändern.

Die Radiobegegnung zeigt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht abstrakt entsteht. Er entwickelt sich zwischen Menschen, die bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen und einander Fragen zu stellen.


Zusammenhalt braucht Freiwilligkeit

Zu Beginn des Gesprächs formuliert Irina einen Gedanken, der sich durch die gesamte Sendung zieht:

„Zusammenhalt muss freiwillig sein.“

Für sie bedeutet Zusammenhalt nicht, die eigene Persönlichkeit aufzugeben oder sich bedingungslos einer Gruppe anzupassen. Menschen brauchen gemeinsame Ziele. Sie brauchen aber auch Raum für individuelle Entwicklung.

Diese Spannung ist für eine vielfältige Gesellschaft zentral:

Wie viel Gemeinsamkeit brauchen wir? Wie viel Unterschiedlichkeit können wir zulassen? Und wie gelingt es, Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen, ohne Gleichförmigkeit zu verlangen?

Zusammenhalt entsteht nicht durch Zwang. Er braucht Beteiligung, Vertrauen und die Erfahrung, dass die eigene Stimme gehört wird.


Integration ist kein gerader Weg

Einer der persönlichsten Momente der Radiobegegnung entsteht, als Irina über ihre eigene Integration spricht.

Sie beschreibt mehrere Phasen.

Anpassung

Am Anfang versucht eine Person möglicherweise, vieles genauso zu machen wie die Menschen im neuen Land. Sie beobachtet, passt sich an und möchte möglichst wenig auffallen.

Verlustgefühl

Mit der Zeit kann der Eindruck entstehen, dabei einen Teil der eigenen Identität zu verlieren. Gewohnheiten, Sprache und persönliche Ausdrucksformen wirken plötzlich weniger selbstverständlich.

Rückkehr zu sich selbst

Darauf kann eine Phase folgen, in der das Eigene wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Herkunft, vertraute Beziehungen und kulturelle Erfahrungen erhalten eine neue Bedeutung.

Irina Preuß spricht bei einer Interkulturellen Radiobegegnung von SIK e.V. über Migration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Irina Preuß spricht im Studio von SIK e.V. über Migration, Integration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Foto: SIK e.V. – Marcus Engel

Eine bewusste Balance

Erst später kann eine neue Balance entstehen. Die Person entscheidet bewusster, was sie übernehmen möchte, was sich verändert hat und was weiterhin zu ihr gehört.

Diese Beschreibung macht sichtbar, warum Integration nicht als einfacher oder geradliniger Prozess verstanden werden kann. Sie betrifft nicht nur Arbeit, Sprache oder Behörden. Sie berührt auch die eigene Identität.

Integration bedeutet nicht, alles Eigene zurückzulassen. Sie kann bedeuten, eine neue und persönliche Balance zu entwickeln.


Begegnung braucht konkrete Orte

Ines macht im Gespräch deutlich, dass Menschen Gelegenheiten brauchen, um sich kennenzulernen.

Solche Begegnungen können entstehen:

  • am Arbeitsplatz;
  • in Schulen;
  • in Vereinen;
  • beim Sport;
  • in der Nachbarschaft;
  • bei Veranstaltungen;
  • durch gemeinsame Interessen.

Neugier allein reicht nicht immer aus. Auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Menschen brauchen Zugang zu Sprache, Bildung, Arbeit und sozialen Kontakten.

Irina berichtet in diesem Zusammenhang von einem Projekt, in dem Frauen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gemeinsam gekocht haben. In der Küche entstanden Gespräche, gegenseitige Unterstützung und eine vertraute Atmosphäre.

Das Beispiel zeigt:

Zusammenhalt beginnt manchmal nicht in einer großen Diskussion, sondern beim gemeinsamen Kochen.

Solche Begegnungen lösen nicht automatisch alle gesellschaftlichen Probleme. Aber sie schaffen einen Anfang. Menschen, die miteinander etwas tun, bleiben füreinander nicht länger abstrakt.

Genau an diesem Punkt setzt auch das Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ von SIK e.V. an. Es schafft Räume, in denen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung miteinander sprechen, einander zuhören und neue Perspektiven kennenlernen.

Den Projektnamen intern mit der Projektseite verlinken.


Was trennt uns?

Die Radiobegegnung beschäftigt sich nicht nur mit dem Verbindenden.

Ines und Irina sprechen auch über Faktoren, die Begegnung erschweren:

  • Angst und Unsicherheit;
  • Vorurteile;
  • fehlende persönliche Kontakte;
  • Sprachbarrieren;
  • gesellschaftliche Überforderung;
  • geschlossene Gruppen;
  • polarisierte Diskussionen;
  • digitale Meinungsblasen.

Irina weist besonders auf das Schweigen hin. Wenn Menschen einander aus dem Weg gehen, weil die andere Person anders denkt oder aus einem anderen kulturellen Umfeld kommt, gehen wichtige Perspektiven verloren.

Auch soziale Medien können dazu beitragen, dass Menschen fast nur noch Meinungen sehen, die ihre eigenen Positionen bestätigen.

Das erschwert den Perspektivwechsel.

Wer andere Menschen verstehen möchte, muss bereit sein, ihre Sichtweise zumindest für einen Moment einzunehmen.

Die Gesprächspartnerinnen sind sich nicht in allen Punkten einig. Gerade das macht die Begegnung glaubwürdig. Sie versuchen, Unterschiede nicht sofort aufzulösen, sondern im Gespräch auszuhalten.

Ines Braunsdorf und Irina Preuß im Gespräch mit Moderator Victor Labra Holzapfel bei einer Interkulturellen Radiobegegnung von SIK e.V.
Ines Braunsdorf und Irina Preuß im Gespräch mit Moderator Victor Labra Holzapfel im Studio von SIK e.V. in Dresden. Foto: SIK e.V. – Marcus Engel

Schwierige Fragen brauchen offene Gespräche

Migration ist ein emotionales und politisch umkämpftes Thema.

In der öffentlichen Diskussion entstehen häufig zwei Extreme: Entweder werden vor allem Probleme betont oder kritische Fragen werden aus Angst vor Polarisierung vermieden.

Die Radiobegegnung zeigt einen anderen Weg.

Probleme, Unsicherheiten und unterschiedliche Wahrnehmungen dürfen angesprochen werden. Entscheidend ist, wie Menschen darüber sprechen.

Ein respektvoller Dialog braucht:

  • die Bereitschaft zuzuhören;
  • klare Fragen;
  • persönliche Erfahrungen statt pauschaler Urteile;
  • Raum für unterschiedliche Positionen;
  • die Fähigkeit, die eigene Sichtweise zu überprüfen.

Zuhören bedeutet dabei nicht automatisch Zustimmung. Es bedeutet zunächst, verstehen zu wollen, was die andere Person denkt und warum sie zu dieser Sichtweise gekommen ist.


Übersetzt heißt noch nicht zugänglich

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Sprache.

Irina beschreibt, wie schwierig der Kontakt mit Behörden und Institutionen für Menschen sein kann, die erst kurze Zeit in Deutschland leben.

Ein Informationsflyer kann in mehrere Sprachen übersetzt sein. Wenn der nächste Schritt jedoch eine telefonische Beratung ausschließlich auf Deutsch verlangt, besteht die eigentliche Barriere weiterhin.

Das Beispiel zeigt:

Übersetzung allein schafft noch keine Zugänglichkeit.

Es braucht verständliche Informationen, nachvollziehbare Abläufe und praktische Übergänge zwischen mehrsprachiger Orientierung und deutschsprachigen Regelangeboten.

Sprache bleibt ein wichtiger Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Gleichzeitig benötigen Menschen am Anfang ihres Weges Unterstützung, um diesen Schlüssel überhaupt nutzen zu können.


Eine Gesellschaft wie ein Orchester

Gegen Ende der Sendung entsteht eine starke Metapher für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Irina vergleicht die Gesellschaft mit einem Orchester:

Die Instrumente sind unterschiedlich. Trotzdem müssen sie in eine gemeinsame Richtung schauen.

Ein Orchester lebt nicht davon, dass alle Instrumente gleich klingen.

Jedes Instrument hat eine eigene Stimme. Manche sind laut, andere leise. Manche tragen die Melodie, andere geben Rhythmus oder Tiefe. Erst im Zusammenspiel entsteht Musik.

Ines ergänzt, dass auch ein gemeinsamer Plan und eine erkennbare Richtung notwendig sind.

Diese Metapher bringt die zentrale Idee von Zukunftsmusik für Zusammenhalt auf den Punkt:

Eine vielfältige Gesellschaft braucht keine Gleichheit. Sie braucht Verständigung, Orientierung und die Bereitschaft, gemeinsam etwas zu gestalten.


Ein Kammerorchester mit Dirigent als Bild für Vielfalt, gemeinsames Zuhören und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Wie in einem Orchester entsteht Zusammenhalt im Zusammenspiel unterschiedlicher Stimmen. Symbolbild, KI-generiert.

Zusammenhalt beginnt mit Zuhören

Am Ende des Gesprächs formuliert Ines einen Wunsch: Menschen sollten einander mit mehr Wohlwollen und Vertrauen begegnen.

Jeder Mensch bringt eine eigene Biografie mit. Alter, Herkunft, Geschlecht, Erfahrungen und persönliche Überzeugungen prägen den Blick auf die Welt.

Diese Unterschiede verschwinden nicht durch ein einziges Gespräch.

Aber ein Gespräch kann etwas verändern.

Es kann aus einer unbekannten Person einen Menschen mit einer Geschichte machen. Es kann Fragen öffnen. Es kann Widerspruch ermöglichen. Und es kann zeigen, dass Zusammenhalt nicht dort beginnt, wo alle derselben Meinung sind.

Zusammenhalt beginnt dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören.


Jetzt die Radiobegegnung entdecken

Hören Sie das vollständige Gespräch mit Ines Braunsdorf und Irina Preuß.

Entdecken Sie weitere Stimmen, Perspektiven und Interkulturelle Radiobegegnungen in der Mediathek von SIK e.V.

Über die Sendung

Gesprächspartnerinnen: Ines Braunsdorf und Irina Preuß
Moderation, Redaktion und Postproduktion: Victor Labra Holzapfel
Produktion: SIK e.V.
Reihe: Interkulturelle Radiobegegnungen
Projekt: Zukunftsmusik für Zusammenhalt
Aufnahmeort: Studio von SIK e.V. in Dresden

Logo des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt und des Bundesministeriums des Innern

„Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt (BGZ/BAMF) gefördert.

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Radio-Begegnung im Projekt Zukunftsmusik für Zusammenhalt von SIK e.V.

SIK e.V. auf der Webseite des BGZ/BAMF

Wir freuen uns sehr, eine schöne Nachricht zu teilen: Das Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ von SIK e.V. wurde auf der offiziellen Webseite des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt (BGZ) vorgestellt.

Anlässlich des Internationalen Tages der kulturellen Vielfalt veröffentlichte das BGZ den Beitrag „Vielfalt hörbar, sichtbar und erlebbar machen“.

In dem Beitrag werden Projekte vorgestellt, die zeigen, wie Vielfalt, Begegnung und Dialog das gesellschaftliche Miteinander vor Ort stärken können. Auch die Arbeit von SIK e.V. und unser Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ werden darin erwähnt.

Für uns ist diese Veröffentlichung eine wertvolle Anerkennung. Sie macht sichtbar, woran wir mit unserem Team, unseren Kooperationspartnern und vielen engagierten Menschen in Sachsen arbeiten.

Ausschnitt des BGZ/BAMF-Beitrags über das Projekt Zukunftsmusik für Zusammenhalt von SIK e.V.
Der BGZ/BAMF-Beitrag stellt das Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ von SIK e.V. vor.

Vielfalt hörbar, sichtbar und erlebbar machen

Der Beitrag des BGZ/BAMF stellt Projekte in den Mittelpunkt, die konkrete Räume für Begegnung schaffen. Bei SIK e.V. geht es dabei besonders um Radio, Podcast, Interviews und interkulturelle Dialogformate.

Mit „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ möchten wir Menschen mit und ohne Migrationserfahrung miteinander ins Gespräch bringen.

Unsere Formate schaffen Raum für Zuhören, Austausch und neue Perspektiven. Es geht nicht um einfache Antworten. Es geht um echte Begegnungen, gegenseitiges Verstehen und Vertrauen.

Durch Radio-Begegnungen, Podcasts, Gesprächscafés und Workshops machen wir unterschiedliche Erfahrungen und Lebensgeschichten in Sachsen hörbar. Wir möchten zeigen: Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, einander zuhören und bereit sind, voneinander zu lernen.

Radioaufnahme im Projekt Zukunftsmusik für Zusammenhalt von SIK e.V. in Sachsen
Radioaufnahme im Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ von SIK e.V.

Mehr über unsere Radio-Begegnungen, Interviews und Audioformate finden Sie in der Mediathek von SIK e.V.

Eine Freude und eine Verantwortung

Für SIK e.V. ist die Veröffentlichung auf der Webseite des BGZ/BAMF eine große Freude. Zugleich verstehen wir sie als Motivation und Verantwortung.

Sie bestärkt uns darin, unsere Arbeit für interkulturellen Dialog, gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt in Dresden, Freiberg, Meißen und Sachsen weiterzuentwickeln.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung sind Räume wichtig, in denen Menschen miteinander sprechen können. Nicht übereinander, sondern miteinander. Genau dafür stehen unsere Radio-Begegnungen und Gesprächsformate.

Wir freuen uns auch, in diesem Zusammenhang gemeinsam mit weiteren Projekten sichtbar zu werden, die sich auf unterschiedliche Weise für Vielfalt, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren.

Dank an BGZ und BAMF

Wir danken dem Team des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt (BGZ) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) herzlich für die Veröffentlichung, die Sichtbarkeit und die Begleitung der Projektarbeit.

Diese Zusammenarbeit stärkt unser Engagement als gemeinnütziger Verein in Dresden und Sachsen. Sie ermutigt uns, weiterhin Räume für Begegnung, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen.

Mehr Informationen zu unseren Radio-Begegnungen, Interviews und Audioformaten finden Sie in unserer Mediathek.

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden. (BGZ).

Logo des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt und des Bundesministeriums des Innern
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden. (BGZ).

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Einladung zum Gesprächscafé: Begegnung im Café Andalieb | SIK e.V.

☕ Herzliche Einladung:
Interkulturelles Gesprächscafé
im Café Andalieb

Was brauchen wir in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung, wachsender Unsicherheit und dem Gefühl, dass das Miteinander immer schwieriger wird?

Wir glauben: Es braucht Räume, in denen Menschen sich begegnen können – mit Offenheit, Zeit und dem ehrlichen Wunsch, voneinander zu lernen.

Genau so ein Raum soll das Interkulturelle Gesprächscafé von SIK e.V. sein, das am 📅 Dienstag, 18. Juni 2024 um 18:00 Uhr im gemütlichen Café Andalieb in der Dresdner Neustadt (Louisenstraße 60) stattfindet.

Bei Kaffee, Tee, kleinen Snacks und Musik schaffen wir eine Atmosphäre, in der nicht Positionen verteidigt, sondern Geschichten geteilt werden. Menschen mit und ohne Migrationserfahrung, Dresdner*innen der ersten oder dritten Generation, Engagierte, Neugierige, Skeptische – alle sind eingeladen.

🎧 Warum dieses Projekt?

Das Gesprächscafé ist Teil des mehrjährigen Projekts „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“, das von SIK e.V. ins Leben gerufen wurde.

Es steht unter der Leitfrage:
Wie können wir eine vielfältige Gesellschaft lebendig, solidarisch und hörbar machen – in einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl haben, dass ihnen niemand mehr zuhört?

In vielen Teilen Deutschlands – gerade auch in Sachsen – wird Migration nicht als Bereicherung, sondern als Problem wahrgenommen. Es entstehen Ängste, Vorurteile, Rückzug.

Zukunftsmusik für Zusammenhalt möchte hier bewusst gegensteuern – nicht mit Parolen, sondern mit Begegnung, Kreativität und echten Dialogen.

🧭 Was passiert beim Gesprächscafé?

Das Café ist keine Podiumsdiskussion, keine Frontveranstaltung, kein Vortrag. Es ist ein offenes, niedrigschwelliges Format, in dem Menschen sich austauschen können:

  • über das Leben in Dresden

     

  • über die Herausforderungen des Ankommens und der Migration in Dresden

     

  • über das Gefühl, hier zu Hause zu sein – oder auch nicht

     

  • über Sprache, Kultur,Missverständnisse

     

  • Begleitet wird der Abend von musikalischen Impulsen, Kaffee und Tee – und vor allem: Zeit für gute Laune, Entspannung und Zeit zum Teilen.

🌍 Wer ist eingeladen?

Alle. Wirklich alle.

Egal, ob du hier geboren wurdest oder erst seit kurzem in Dresden lebst.

Ob du gut Deutsch sprichst oder noch lernst.

Ob du das erste Mal zu einer Veranstaltung von SIK e.V. kommst oder schon lange mit uns verbunden bist.

Wir wünschen uns, dass dieses Gesprächscafé ein Ort wird, an dem neue Gespräche entstehen, Nachbarschaft erlebbar wird, und vielleicht sogar neue Freundschaften beginnen.

💬 Ohne Anmeldung – einfach vorbeikommen!

  • 📅 Dienstag, 18. Juni 2024

  • 🕕 ab 18:00 Uhr

  • 📍 Café Andalieb, Louisenstraße 60, 01099 Dresden

Du brauchst nichts mitzubringen – nur Neugier, Offenheit und vielleicht ein bisschen Appetit auf Begegnung.

🔎 Mehr über das Projekt

Das Gesprächscafé ist Teil des Projekts „Zukunftsmusik für Zusammenhalt: Radio-Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung“, das gefördert wird durch das Bundesprogramm Gesellschaftlicher Zusammenhalt (BGZ/BAMF) und unterstützt wird von der Sparkasse Dresden sowie der Stiftung :DO und Quartiermeister.

Das Projekt umfasst außerdem interkulturelle Podcasts, partizipative Workshops, mediale Kreativformate und langfristige Kooperationen mit Bildungs- und Kulturträgern in Sachsen.

Mehr Infos auf:

🌐 Projekt Zukunftsmusik für Zusammenhalt

📧 Kontakt: info@sik-ev.com

Nicht vergessen: Wir freuen uns darauf, dich am 18. Juni um 18:00 Uhr zu sehen.

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Interkulturelles Empowerment durch Live-Radio Workshop in Dresden SIK e.V.

Live-Radio Erfahrung: Interkulturelles Empowerment SIK e.V.

Erfahrungen mit Live-Radio: Interkulturelles Empowerment im Projekt Vielfalt auf Sendung

Im Rahmen unseres Projekts „Vielfalt auf Sendung“ haben wir mehrere Workshops durchgeführt, um Menschen mit Migrationserfahrung in der Konzeption und Produktion von Radio- und Podcasts zu schulen.

Ein Höhepunkt dieser Schulung fand am 14. September während eines Radio-Workshops statt, der vor allem durch praxisorientierte Aktivitäten geprägt war.

An diesem Tag konnten die Teilnehmenden verschiedene praktische Übungen durchführen und selbst erleben, wie eine Radiosendung entsteht. Besonders hervorzuheben ist die Live-Sendung, die wir in den Studios von coloRadio Dresden produziert haben. Diese Erfahrung bot allen Beteiligten die Gelegenheit, interkulturelles Radio hautnah mitzuerleben.

Im folgenden Video finden Sie eine Zusammenfassung des Workshops sowie die persönlichen Eindrücke der Teilnehmer*innen.

Wir laden Sie herzlich ein, uns Ihre Kommentare und Ihre Unterstützung auf unserem Blog und in unseren sozialen Netzwerken – Facebook, YouTube, MixCloud und SoundCloud – zu hinterlassen.

Vielen Dank, dass Sie unsere Arbeit unterstützen, die darauf abzielt, interkulturelle Kompetenzen sowohl bei Menschen mit Migrationserfahrung als auch in der Aufnahmegesellschaft zu stärken und weiterzuentwickeln. In Zeiten von Globalisierung und zunehmender Migration glauben wir fest daran, dass mehr und bessere interkulturelle Kompetenzen unerlässlich sind, um das zukünftige Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.

Das Projekt „Vielfalt auf Sendung“ wird mit freundlicher Unterstützung der LHP Dresden (Lokales Handlungsprogramm für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden) durchgeführt und ist Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie Leben! sowie vom Freistaat Sachsen.Diese Live-Erfahrung stärkt nicht nur die Medienkompetenz, sondern auch das Selbstvertrauen unserer Teilnehmer. Unsere Sendungen werden regelmäßig über die Plattform von coloRadio Dresden ausgestrahlt, einem wichtigen Partner für freie Medien in unserer Stadt.

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

Möchten Sie wissen, wie diese Erfahrung die Teilnehmer persönlich prägt? Lesen Sie unser Interview mit Yusuf Barghouth über seine Zeit bei Vielfalt auf Sendung

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