Zusammenhalt

Ines Braunsdorf und Irina Preuß im Gespräch mit Moderator Victor Labra Holzapfel im Studio von SIK e.V. in Dresden

Was hält uns zusammen? Ein Gespräch über Migration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Zusammenhalt entsteht nicht, weil alle Menschen gleich denken. Er entsteht dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und gemeinsame Wege zu suchen.

In dieser Interkulturellen Radiobegegnung von SIK e.V. treffen Ines Braunsdorf und Irina Preuß aufeinander. Zwei Frauen mit unterschiedlichen Biografien. Zwei persönliche Perspektiven auf Migration, Integration und das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland.

Ines ist in Thüringen geboren und in Brandenburg aufgewachsen. Sie hat die DDR, die gesellschaftlichen Veränderungen nach der Wende und viele Jahre beruflicher Tätigkeit als Architektin erlebt.

Irina wurde in Russland geboren und kam 2012 nach Deutschland. Sie musste die deutsche Sprache neu für sich erschließen, berufliche Wege finden und ihre eigene Position zwischen verschiedenen kulturellen Erfahrungen entwickeln.

Im Gespräch sprechen beide nicht stellvertretend für gesellschaftliche Gruppen. Sie erzählen aus ihrer persönlichen Erfahrung. Gerade dadurch entsteht ein offener Dialog über Fragen, die viele Menschen beschäftigen:

Was hält eine Gesellschaft zusammen? Wie verändert Migration die eigene Identität? Wo entstehen Begegnungen? Und was geschieht, wenn Menschen nicht mehr miteinander sprechen?

Die vollständige Radiobegegnung anhören

Ines Braunsdorf und Irina Preuß sprechen offen über persönliche Erfahrungen, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Spannungen. Die vollständige Sendung verbindet das Gespräch mit Musik, biografischen Erinnerungen und unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Zusammenleben in Sachsen.


Zwei Biografien, zwei Perspektiven

Die beiden Gesprächspartnerinnen bringen unterschiedliche Lebenserfahrungen mit.

Ines blickt auf ihre Kindheit und Jugend in der DDR, den gesellschaftlichen Umbruch nach 1989 und ihre Erfahrungen im beruflichen und privaten Alltag zurück. Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern erlebt sie als Bereicherung. Gleichzeitig spricht sie auch über Unsicherheiten, fehlende Berührungspunkte und gesellschaftliche Herausforderungen.

Irina beschreibt ihren Weg nach Deutschland. Sie erzählt vom Spracherwerb, von ihrer beruflichen Neuorientierung und von ihrer Arbeit in sozialen Projekten. Dabei wird deutlich: Migration verändert nicht nur den Wohnort. Sie kann auch das Verhältnis zur eigenen Herkunft, zur neuen Umgebung und zur eigenen Identität verändern.

Die Radiobegegnung zeigt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht abstrakt entsteht. Er entwickelt sich zwischen Menschen, die bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen und einander Fragen zu stellen.


Zusammenhalt braucht Freiwilligkeit

Zu Beginn des Gesprächs formuliert Irina einen Gedanken, der sich durch die gesamte Sendung zieht:

„Zusammenhalt muss freiwillig sein.“

Für sie bedeutet Zusammenhalt nicht, die eigene Persönlichkeit aufzugeben oder sich bedingungslos einer Gruppe anzupassen. Menschen brauchen gemeinsame Ziele. Sie brauchen aber auch Raum für individuelle Entwicklung.

Diese Spannung ist für eine vielfältige Gesellschaft zentral:

Wie viel Gemeinsamkeit brauchen wir? Wie viel Unterschiedlichkeit können wir zulassen? Und wie gelingt es, Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen, ohne Gleichförmigkeit zu verlangen?

Zusammenhalt entsteht nicht durch Zwang. Er braucht Beteiligung, Vertrauen und die Erfahrung, dass die eigene Stimme gehört wird.


Integration ist kein gerader Weg

Einer der persönlichsten Momente der Radiobegegnung entsteht, als Irina über ihre eigene Integration spricht.

Sie beschreibt mehrere Phasen.

Anpassung

Am Anfang versucht eine Person möglicherweise, vieles genauso zu machen wie die Menschen im neuen Land. Sie beobachtet, passt sich an und möchte möglichst wenig auffallen.

Verlustgefühl

Mit der Zeit kann der Eindruck entstehen, dabei einen Teil der eigenen Identität zu verlieren. Gewohnheiten, Sprache und persönliche Ausdrucksformen wirken plötzlich weniger selbstverständlich.

Rückkehr zu sich selbst

Darauf kann eine Phase folgen, in der das Eigene wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Herkunft, vertraute Beziehungen und kulturelle Erfahrungen erhalten eine neue Bedeutung.

Irina Preuß spricht bei einer Interkulturellen Radiobegegnung von SIK e.V. über Migration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Irina Preuß spricht im Studio von SIK e.V. über Migration, Integration, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Foto: SIK e.V. – Marcus Engel

Eine bewusste Balance

Erst später kann eine neue Balance entstehen. Die Person entscheidet bewusster, was sie übernehmen möchte, was sich verändert hat und was weiterhin zu ihr gehört.

Diese Beschreibung macht sichtbar, warum Integration nicht als einfacher oder geradliniger Prozess verstanden werden kann. Sie betrifft nicht nur Arbeit, Sprache oder Behörden. Sie berührt auch die eigene Identität.

Integration bedeutet nicht, alles Eigene zurückzulassen. Sie kann bedeuten, eine neue und persönliche Balance zu entwickeln.


Begegnung braucht konkrete Orte

Ines macht im Gespräch deutlich, dass Menschen Gelegenheiten brauchen, um sich kennenzulernen.

Solche Begegnungen können entstehen:

  • am Arbeitsplatz;
  • in Schulen;
  • in Vereinen;
  • beim Sport;
  • in der Nachbarschaft;
  • bei Veranstaltungen;
  • durch gemeinsame Interessen.

Neugier allein reicht nicht immer aus. Auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Menschen brauchen Zugang zu Sprache, Bildung, Arbeit und sozialen Kontakten.

Irina berichtet in diesem Zusammenhang von einem Projekt, in dem Frauen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gemeinsam gekocht haben. In der Küche entstanden Gespräche, gegenseitige Unterstützung und eine vertraute Atmosphäre.

Das Beispiel zeigt:

Zusammenhalt beginnt manchmal nicht in einer großen Diskussion, sondern beim gemeinsamen Kochen.

Solche Begegnungen lösen nicht automatisch alle gesellschaftlichen Probleme. Aber sie schaffen einen Anfang. Menschen, die miteinander etwas tun, bleiben füreinander nicht länger abstrakt.

Genau an diesem Punkt setzt auch das Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ von SIK e.V. an. Es schafft Räume, in denen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung miteinander sprechen, einander zuhören und neue Perspektiven kennenlernen.

Den Projektnamen intern mit der Projektseite verlinken.


Was trennt uns?

Die Radiobegegnung beschäftigt sich nicht nur mit dem Verbindenden.

Ines und Irina sprechen auch über Faktoren, die Begegnung erschweren:

  • Angst und Unsicherheit;
  • Vorurteile;
  • fehlende persönliche Kontakte;
  • Sprachbarrieren;
  • gesellschaftliche Überforderung;
  • geschlossene Gruppen;
  • polarisierte Diskussionen;
  • digitale Meinungsblasen.

Irina weist besonders auf das Schweigen hin. Wenn Menschen einander aus dem Weg gehen, weil die andere Person anders denkt oder aus einem anderen kulturellen Umfeld kommt, gehen wichtige Perspektiven verloren.

Auch soziale Medien können dazu beitragen, dass Menschen fast nur noch Meinungen sehen, die ihre eigenen Positionen bestätigen.

Das erschwert den Perspektivwechsel.

Wer andere Menschen verstehen möchte, muss bereit sein, ihre Sichtweise zumindest für einen Moment einzunehmen.

Die Gesprächspartnerinnen sind sich nicht in allen Punkten einig. Gerade das macht die Begegnung glaubwürdig. Sie versuchen, Unterschiede nicht sofort aufzulösen, sondern im Gespräch auszuhalten.

Ines Braunsdorf und Irina Preuß im Gespräch mit Moderator Victor Labra Holzapfel bei einer Interkulturellen Radiobegegnung von SIK e.V.
Ines Braunsdorf und Irina Preuß im Gespräch mit Moderator Victor Labra Holzapfel im Studio von SIK e.V. in Dresden. Foto: SIK e.V. – Marcus Engel

Schwierige Fragen brauchen offene Gespräche

Migration ist ein emotionales und politisch umkämpftes Thema.

In der öffentlichen Diskussion entstehen häufig zwei Extreme: Entweder werden vor allem Probleme betont oder kritische Fragen werden aus Angst vor Polarisierung vermieden.

Die Radiobegegnung zeigt einen anderen Weg.

Probleme, Unsicherheiten und unterschiedliche Wahrnehmungen dürfen angesprochen werden. Entscheidend ist, wie Menschen darüber sprechen.

Ein respektvoller Dialog braucht:

  • die Bereitschaft zuzuhören;
  • klare Fragen;
  • persönliche Erfahrungen statt pauschaler Urteile;
  • Raum für unterschiedliche Positionen;
  • die Fähigkeit, die eigene Sichtweise zu überprüfen.

Zuhören bedeutet dabei nicht automatisch Zustimmung. Es bedeutet zunächst, verstehen zu wollen, was die andere Person denkt und warum sie zu dieser Sichtweise gekommen ist.


Übersetzt heißt noch nicht zugänglich

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Sprache.

Irina beschreibt, wie schwierig der Kontakt mit Behörden und Institutionen für Menschen sein kann, die erst kurze Zeit in Deutschland leben.

Ein Informationsflyer kann in mehrere Sprachen übersetzt sein. Wenn der nächste Schritt jedoch eine telefonische Beratung ausschließlich auf Deutsch verlangt, besteht die eigentliche Barriere weiterhin.

Das Beispiel zeigt:

Übersetzung allein schafft noch keine Zugänglichkeit.

Es braucht verständliche Informationen, nachvollziehbare Abläufe und praktische Übergänge zwischen mehrsprachiger Orientierung und deutschsprachigen Regelangeboten.

Sprache bleibt ein wichtiger Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Gleichzeitig benötigen Menschen am Anfang ihres Weges Unterstützung, um diesen Schlüssel überhaupt nutzen zu können.


Eine Gesellschaft wie ein Orchester

Gegen Ende der Sendung entsteht eine starke Metapher für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Irina vergleicht die Gesellschaft mit einem Orchester:

Die Instrumente sind unterschiedlich. Trotzdem müssen sie in eine gemeinsame Richtung schauen.

Ein Orchester lebt nicht davon, dass alle Instrumente gleich klingen.

Jedes Instrument hat eine eigene Stimme. Manche sind laut, andere leise. Manche tragen die Melodie, andere geben Rhythmus oder Tiefe. Erst im Zusammenspiel entsteht Musik.

Ines ergänzt, dass auch ein gemeinsamer Plan und eine erkennbare Richtung notwendig sind.

Diese Metapher bringt die zentrale Idee von Zukunftsmusik für Zusammenhalt auf den Punkt:

Eine vielfältige Gesellschaft braucht keine Gleichheit. Sie braucht Verständigung, Orientierung und die Bereitschaft, gemeinsam etwas zu gestalten.


Ein Kammerorchester mit Dirigent als Bild für Vielfalt, gemeinsames Zuhören und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Wie in einem Orchester entsteht Zusammenhalt im Zusammenspiel unterschiedlicher Stimmen. Symbolbild, KI-generiert.

Zusammenhalt beginnt mit Zuhören

Am Ende des Gesprächs formuliert Ines einen Wunsch: Menschen sollten einander mit mehr Wohlwollen und Vertrauen begegnen.

Jeder Mensch bringt eine eigene Biografie mit. Alter, Herkunft, Geschlecht, Erfahrungen und persönliche Überzeugungen prägen den Blick auf die Welt.

Diese Unterschiede verschwinden nicht durch ein einziges Gespräch.

Aber ein Gespräch kann etwas verändern.

Es kann aus einer unbekannten Person einen Menschen mit einer Geschichte machen. Es kann Fragen öffnen. Es kann Widerspruch ermöglichen. Und es kann zeigen, dass Zusammenhalt nicht dort beginnt, wo alle derselben Meinung sind.

Zusammenhalt beginnt dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören.


Jetzt die Radiobegegnung entdecken

Hören Sie das vollständige Gespräch mit Ines Braunsdorf und Irina Preuß.

Entdecken Sie weitere Stimmen, Perspektiven und Interkulturelle Radiobegegnungen in der Mediathek von SIK e.V.

Über die Sendung

Gesprächspartnerinnen: Ines Braunsdorf und Irina Preuß
Moderation, Redaktion und Postproduktion: Victor Labra Holzapfel
Produktion: SIK e.V.
Reihe: Interkulturelle Radiobegegnungen
Projekt: Zukunftsmusik für Zusammenhalt
Aufnahmeort: Studio von SIK e.V. in Dresden

Logo des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt und des Bundesministeriums des Innern

„Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt (BGZ/BAMF) gefördert.

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Zusammenhalt fördern durch Dialog: Projekt Zukunftsmusik | SIK e.V.

🎶 Wie klingt Zusammenhalt?
Zukunftsmusik: Durch Dialog Brücken bauen

Diese Frage steht im Zentrum der neuen Reihe von Radio-Begegnungen 2025, die im Rahmen des Projekts „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ von SIK e.V. produziert wird.

Hier treffen Menschen aufeinander, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten – einheimisch und zugewandert, jung und erfahren, wissenschaftlich oder künstlerisch geprägt. Doch sobald das Mikrofon eingeschaltet ist, entsteht etwas ganz Eigenes: ein ehrliches, tiefes Gespräch über Leben, Wandel, Zugehörigkeit – und Musik.

Denn Musik ist in allen Folgen mehr als nur Begleitung. Sie ist die Brücke, die Worte trägt, wo Sprache manchmal an ihre Grenzen stößt.

1. Radio-Begegnung

🗣️ Joachim Fischer & Nabil Khalil – Denken, Glauben, Verstehen

In der ersten Radio-Begegnung treffen sich Prof. Dr. Joachim Fischer – Soziologe und Philosoph an der TU Dresden – und Dr. Nabil Khalil, Journalist, Filmemacher und Gründer des zweisprachigen Elbe Magazins in Dresden.

Fischer ist einer der bekanntesten deutschen Vertreter der Philosophischen Anthropologie. Er forscht über die soziale Natur des Menschen, über Beziehungen, Intersubjektivität und die Kunst, den „Anderen“ zu verstehen.
Khalil wiederum blickt auf eine beeindruckende journalistische Laufbahn zurück: vom Korrespondenten in Moskau und Caracas bis hin zum Medienproduzenten in Beirut und Dresden.

Ihr Gespräch bewegt sich zwischen Geist und Alltag, Religion und Vernunft – und zeigt, dass die Suche nach Sinn keine kulturellen Grenzen kennt.
Zwischen den Liedern von Helene Fischer, Udo Lindenberg und der libanesischen Sängerin Fayruz entsteht ein Dialog über Weltbilder und Menschlichkeit.

2. Radio-Begegnung

💬 2. Jürgen Hoyer & Si Cao – Vertrauen, Angst und Begegnung

Der Psychologe Prof. Dr. Jürgen Hoyer ist einer der renommiertesten Psychotherapeuten Deutschlands. Jahrzehntelang leitete er die Psychotherapeutische Universitätsambulanz der TU Dresden, forschte über Angststörungen, Depressionen und neue Therapieformen – immer mit einem klaren Ziel: Menschen zu helfen, sich selbst besser zu verstehen.

Si Cao kam 2016 aus China nach Sachsen. Sie ist heute Geschäftsleiterin des Chinesisch-Deutschen Zentrums e.V. in Dresden und engagiert sich für Integration, Vielfalt und interkulturelles Miteinander.

In ihrem Gespräch sprechen sie über Vertrauen, über die leisen Ängste im Alltag und die kleinen Schritte, die Menschen näherbringen. 

Cao bringt die Perspektive einer Kulturvermittlerin ein, Hoyer die Erfahrung eines Forschers der menschlichen Seele. Zusammen zeichnen sie ein feinfühliges Bild davon, wie Begegnung heilt und wie gegenseitiges Zuhören Hoffnung schenkt.

3. Radio-Begegnung

Victoria Mazuze Wendel und Dr. Hildegard Küllchen im Radio-Interview bei SIK e.V. Dresden

🌺 3. Hildegard Küllchen & Victoria Mazuze – Mut, Wandel und Stärke

Zwei Frauen, zwei Generationen – verbunden durch Engagement und Lebenserfahrung.
Hildegard Küllchen, ehemalige Frauenbeauftragte an der TU Dresden und wissenschaftliche Mitarbeiterin, steht für eine Generation, die in den 1980er und 1990er Jahren den Wandel aktiv mitgestaltete.
Victoria Mazuze, Aktivistin und Mitbegründerin von Afropa e.V. in Dresden, setzt sich heute mit Leidenschaft für Gleichwertigkeit, Vielfalt und Antirassismus ein.

Beide Frauen wissen, dass gesellschaftlicher Wandel Geduld, Dialog und gegenseitigen Respekt braucht.

Ihre Begegnung ist nicht laut – sie ist ehrlich, klar und inspirierend. Sie erzählen von Lebenswegen, von Umbrüchen und von der Kraft, sich selbst treu zu bleiben.

Ihre Musikauswahl – von ZAZ über Bukahara bis zu Namika – spiegelt Lebensfreude, Nachdenklichkeit und Stärke zugleich.

4. Radio-Begegnung

🏙️ 4. Ines Braunsdorf & Irina Preuß – Heimat, Erinnerung und Neubeginn

Ines Braunsdorf, Architektin aus Dresden, gehört zur Generation der Wendezeit. Sie erlebte den Umbruch von der DDR in die Gegenwart, mit all seinen Chancen und Brüchen.
Irina Preuß kam aus Osteuropa (Russland) nach Deutschland – mit dem Mut, ein neues Leben aufzubauen, sich einzubringen und anzukommen.

In ihrem Gespräch geht es um Heimat – als Ort, aber auch als Gefühl.
Sie sprechen über Aufbruch, Anpassung und darüber, wie sich Identität im Lauf des Lebens verändert. Zwischen persönlichen Erinnerungen und Musik, die an die 1990er Jahre erinnert, entsteht ein stilles, intensives Porträt zweier Frauen, die gelernt haben, Wandel zu leben.

5. Radio-Begegnung

🎧 5. Dana Ritzmann & Ali Al-Shiblawi – Sprache, Mut und Neubeginn

Zum Abschluss treffen sich Dana Ritzmann, Journalistin und interkulturelle Trainerin, und Ali Al-Shiblawi, Zahntechniker aus Bagdad, der nach Dresden kam, um sein Leben neu zu beginnen.

Ritzmann hat über zwei Jahrzehnte in Medien, Öffentlichkeitsarbeit und internationalen Projekten gearbeitet – vom Goethe-Institut bis zur Landesverwaltung.
Al-Shiblawi steht für viele Menschen, die Krieg, Flucht und Neubeginn erlebt haben, ohne ihre Würde und ihren Glauben an das Leben zu verlieren.

Ihr Dialog handelt von Sprache – als Brücke und als Barriere – und von der Kraft, sich gegenseitig wirklich zu sehen.
Die Musik, die sie mitgebracht haben, erzählt von Ferne, Sehnsucht und der Suche nach Ruhe.

Ein Gespräch, das bewegt und das zeigt, dass jede Geschichte zählt.

Logo des Bundesprogramms Gesellschaftlicher Zusammenhalt und des Bundesministeriums des Innern

Das Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt: Radio-Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung“ vom SIK e.V.  wird  durch Bundesministerium des Innern  im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.(BGZ)“ gefördert.

Zusammenhalt fördern durch Dialog: Projekt Zukunftsmusik | SIK e.V. Weiterlesen »

Unterstützung für interkulturelle Projekte in Dresden SIK e.V.

Unterstützung für SIK e.V. – Interkulturelle Zukunft Dresden

📢Deine Unterstützung ist der Schlüssel zum Aufbau einer stärkeren interkulturellen Zukunft!📢

Liebe Freunde/Freundinnen und Unterstützer/Unterstützerin

wir möchten euch hiermit einladen, an unserer Crowdfunding-Kampagne teilzunehmen und einen Beitrag zum neuen Projekt „Zukunftsmusik für Zusammenhalt“ (2025-2027) von SIK e.V. zu leisten.

Dank der Unterstützung der Sparkasse Dresden haben wir eine Spende in Höhe von 4.500 Euro erhalten – ein toller Schub! Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns, um unser Ziel zu erreichen.

Das Team der Sparkasse Dresden hat uns geraten, noch mehr Menschen zum Mitmachen zu bewegen, denn die Beteiligung ist gering und es sind nur noch 16 Tage bis zum Ende der Aktion.

Jetzt ist es an der Zeit, Brücken zu bauen und interkulturelle Barrieren in Deutschland und Sachsen abzubauen. Ein echter interkultureller Dialog braucht seriöse und engagierte Organisationen wie SIK e.V., und euer Beitrag ist heute wichtiger denn je.

👉 Jetzt spenden und mitmachen. Jeder Beitrag bringt uns einer Zukunft näher, in der wir in Frieden und Optimismus darüber sprechen können, wie wir gemeinsam eine bessere Welt aufbauen können.

🙏 Danke, dass du Teil der Musik der Zukunft bist!

 

Das Team von SIK eV

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